Es war einmal… so könnte ein schönes Märchen beginnen, aber so beginnt meine Story mit dem Finanzamt hier im Ort.
Wie es sich für jeden Berufstätigen und Selbstständigen gehört, habe auch ich im Januar 2009 für 2008 die Umsatzsteuermeldung abgegeben. Einmal per Elster online und einmal den unterschriebenen Ausdruck persönlich im Finanzamt. Damit dachte ich, habe ich meine Pflicht getan… Wie konnte ich nur so naiv sein. Denn weit gefehlt. Im Dezember 09 flattert mit ein Brief in den Briefkasten mit einer Erinnerung und gleichzeitigen Zahlungsaufforderung für die UStr. 08. Ich dachte ich les’ nicht richtig und renne rauf und zupf den Ordner aus dem Regal und lese nochmal nach, wann ich die Daten übertragen habe und schnappe mir mein Telefon um die zuständige Dame im Finanzamt anzurufen. Oh, welche Wunder, sie ist sogar erreichbar und ich erkläre ihr, daß ich die Daten übertragen hab und gebe ihr sogar Datum und genau Uhrzeit. Die Antwort von ihr : Ich habe davon schriftlich nichts vorliegen mit der Onlineübertragung kann ich leider nichts anfangen…. WIE bitte? Warum werde ich denn vom FA extra gebeten, es online auf jeden Fall zu machen? Gut, dachte ich mir und bot der Dame an, meine Kopie , die ich ja habe nochmal zu kopieren und ihr rein zu reichen. Gesagt getan. Und wieder dachte ich, daß es sich damit nun getan hat. Wieder weit gefehlt.
2 Wochen später flattert ein Brief ins Haus, ich möge bitte meinen Versicherungsstatus klären und hätte damit bis zum 29.01.10 Zeit. Wenn ich mich nun nicht gewaltig beim lesen meines Kalenders täusche ist diese Frist noch NICHT abgelaufen und HEUTE flattert eine MAHNUNG über den geschätzten Betrag, den das FA im ersten Anschreiben genannt hat. Ich glaub es hackt. Was soll denn das bitte? Also werde ich Montag meine zuständige Dame wieder anrufen und ihr nochmal klar machen, daß der Fehler NICHT bei mir lag und ich nicht bereit bin, für den Fehler im FA zu bezahlen. Es ist immer wieder spannend, wie schnell Ämter Geld einklagen und wie lange ein Bürger auf Geld wartet, wenn er Steuerrückzahlungen erhalten soll.
Ich bin gespannt, was beim Telefonat am Montag raus kommt. Zahlen werde ich auf keinen Fall.
Fortsetzung 1.0:
Montag rief ich morgends gleich bei meiner zuständigen Dame an und erreichte zwar nur ihre Kollegegin, aber sie konnte mir Auskunft geben. Es verhält sich so, daß sobald eine Zahlungsaufforderung geschrieben wird, auch gleichzeitig automatisch dann die Mahnungen rausgehen, egal ob eine Fristverlängerung oder eine Teilbearbeitung gemacht wird. Richtig ist dies in meinen Augen nicht, denn wenn etwas verändert wird, muss auch die automatische Mahnung zeitlich angepasst werden. Nun hat die Dame wohl einen Mahnstopp von 4 Wochen reingesetzt und ich habe am gleichen Tag noch alle notwendigen Unterlagen an die von ihr angegebene E-Mailadresse abgeschickt. Das sogar mit Lesebestätigung, die auch gleich 2 Stunden nach abschicken der Mail eintraf. Nun bin ich auf weitere Post gespannt. Und wehe es ist wieder eine Mahnung.
Fortsetzung folgt.
