ich heute die Kirschen endlich entsteint und zu Marmelade verarbeitet hab, stellte sich mir die Frage, wohin mit den ganzen Kirschkernen.![]()
Da meine kleine Maus die Wärme liebt und braucht, war die Überlegung groß ein Kirschkernkissen draus zu machen. Warum solche Kissen kaufen, wenn wir so viele Kirschkerne übrig haben. Also, nichts wie ab an den Rechner und nachgeschaut, ob und wie Kirschkernkissen gemacht werden. In vielen Foren las ich, dass man sie erst ein paar Minuten kocht um Keime und restliches Fruchtfleisch zu entfernen. Daher nix wie ab in den Topf mit den Kernen und für 5 min. gekocht.
Da die Sonne mich in der Zeit sträflich verlassen hat, bin ich wieder zurück an den Rechner und hab gesucht, ob man die Kerne nicht auch im Backofen trocknen kann und verschiedene Meinungen gefunden. Ich entschied mich dafür und hab sie 30 Minuten bei 75°C getrocknet. Diese Zeit hab ich gleich genutzt um mich nach einem Schnittmuster umzuschauen und stieß durch Zufall auf das Schnittmuster der kleinen Maus.
Da ich zwar eine Nähmaschine habe, aber im Grunde noch nie viel genäht hab, hab ich mir ein altes aussortiertes T-Shirt genommen und das Schnittmuster übertragen und ausgeschnitten. Zwischenzeitlich wirbelte ich die Kerne im Backofen immer mal um auf ihrem Backblech, die schon herrlich leicht dufteten.
Eins stellte ich relativ schnell fest. Die Nähmaschine und ich werden wohl nie wirklich gute Freunde, aber wir haben den Kompromiss getroffen. Ich würde sie nicht aus dem Fenster werfen, wenn sie mir den Gefallen tut, daß sie die Maus mehr oder minder mit mir gemeinsam näht. Von diesem Kompromiss wollte der Unterfaden leider nichts wissen und auch ihm musste ich mehrfach drohen, daß er sonst samt Maschine im Garten landen würde. Schlussendlich haben wir es dann doch noch gemeinsam geschafft eine recht manierliche Maus zu nähen. Leider habe ich mich aber dadurch, das mir die Routine fehlt oft vernäht und musste viel auftrennen, was man am Stoff auch später noch sah.![]()
Nach kurzem Überlegen und schauen ob noch genug Stoff da ist, hab ich schnell alles nochmal aufgemalt, ausgeschnitten und nochmal genäht, was schon viel besser klappte. Wo sich wiedermal bewahrheitete, daß Übung den Meister macht.
Nun liegt hier eine eigentlich ganz hübsche Maus rum, aber meine kleine Tochter gibt mir den Prototypen nicht wieder, indem die ganzen Kerne sind.
Großen Dank an meinen Sohn, der mir tatkräftig und die Arme griff und mitgeholfen hat.
Edit: Kerne getauscht und die endgültige Maus ist fertig.


